FAQ - Häufige gestellte Fragen

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In den FAQs (englisch: Frequently Asked Questions) finden Sie die Antworten auf häufig gestellte Fragen.
Was bedeutet die Bezeichnung der farblichen Punkte in der Legende zur Online-Karte?
Symbol Erläuterung
im Bau
im Bau
Die Baumaßnahmen haben begonnen. Aufgrund von notwendigen Arbeiten an den Netzverteilern und der Netzinfrastruktur sowie den teilweise großflächigen Ausbaugebieten sind die Tiefbaumaßnahmen nicht gleich in jeder Straße ersichtlich. Bevor die Hausanschlüsse hergestellt werden, kontaktiert die bauausführende Firma jeden Grundstückseigentümer und spricht die konkrete Baumaßnahme ab.
Bau abgeschlossen
Bau abgeschlossen
Die Tiefbauarbeiten sind abgeschlossen und die Hausanschlüsse wurden errichtet. Achtung: Die Buchbarkeit ist zu diesem Zeitpunkt noch nicht gegeben, hierfür müssen im Anschluss erst noch aufwendige Mess- und Prüfarbeiten durchgeführt werden. Danach erfolgt die technische Dokumentation und Einbindung in die Netzstrukturen. Dieser Prozess nimmt mehrere Wochen in Anspruch. Fertigstellung wird mit Status "Projekt abgeschlossen" gekennzeichnet.
Projekt abgeschlossen
Projekt abgeschlossen
Die Tiefbauarbeiten inkl. der Herstellung der Hausanschlüsse sind fertiggestellt und in den Systemen dokumentiert. Gebäude mit 1-2 Wohneinheiten sind nach einer Produktbeauftragung buchbar. Der Bürger muss jedoch selbständig auf ein Telekommunikationsunternehmen seiner Wahl zugehen. Bei Gebäuden ab 3 Wohnungseinheiten bzw. ab 1 Gewerbeeinheit muss zuvor das erforderliche Hausnetz (Netzebene 4) errichtet werden, um die Buchbarkeit herzustellen.
Baustart
Baustart
Darstellung des voraussichtlich geplanten Beginns der Baumaßnahmen. Hinweis: Durch zum Beispiel technologische Verschiebungen in den Bauabläufen kann es zu zeitlichen Verzögerungen kommen.
Ausbaugebiet
Ausbaugebiet
Kennzeichung der Bereiche, die nach der Markterkundung über Bandbreiten von weniger als 30 Mbit/s verfügen und nicht eigenwirtschaftlich erschlossen werden
Wie lange dauert es vom Tiefbau über die Herstellung des Glasfaser-Hausanschlusses bis zur Buchbarkeit?

Die Abläufe für den Glasfaserausbau können wie folgt zusammengefasst werden:

  1. Festlegung der Technologie für einzelne Anschlüsse, Nutzung vorhandener Infokabelanschlüsse (für den Bereich der enso)
  2. Planung des Glasfaser- und Rohrnetzes inklusive Einholung aller notwendigen Genehmigungen
  3. Tiefbau und Verlegung der Zuleitung/ Mikrorohrverbände für die Hauptleitungen und Errichtung der Verteilerschränke (graue Kästen)
  4. Tiefbau der Strecken vom Netzverteiler zu den einzelnen Häusern (hier befinden sich die Verzweigerkabel)
  5. Herstellung der Hausanschlüsse
  6. Einblasen der Glasfaserkabel in die verlegten Mikrorohre vom Verteilerschrank in die Häuser inkl. Installation der Abschlussboxen (Hausübergabepunkt) in den Häusern
  7. Einblasen der Glasfaser-Hauptleitungen und Anschluss in den Verteilerschränken
  8. Dokumentation des neu hergestellten Netzes (Dauer ca. 6 Wochen)
  9. danach ist Buchbarkeit gegeben
  10. Infokabelhausanschlüsse: nach Inbetriebnahme der vorgelagerten Hauptverteiler (Lichtwelle aufgeschaltet) buchbar

Prinzipiell kann man keine zeitliche Aussage zu den Tiefbauarbeiten im Detail geben, da diese von vielen Faktoren beeinflusst werden, wie zum Bsp. Länge der Hauptleitung, Anzahl der Hausanschlüsse, Oberflächen, Forderungen der Straßenbaulastträger, etc...

Zudem muss man den Netzausbau in einem Ortsnetz in Gänze betrachten. Erst wenn die gesamte Strecke von der Hauptverteilung zum Verteilerschrank und von dort zum Haus vollständig hergestellt ist, können die Glasfaserkabel eingeblasen und angeschlossen werden. Für die Herstellung der Hausanschlüsse ist eine terminliche Abstimmung mit den betreffenden Hauseigentümern erforderlich, die den Bauablauf beeinflusst. Nach baulicher Fertigstellung eines Teilnetzes wird dieses für den weiteren Betrieb dokumentiert.
Somit variieren die Ausbau-/Fertigstellungszeiten von "Strang" zu "Strang".

Gibt es eine Ruhephase?
Nein, da auch Arbeiten in den Betriebsstellen notwendig sind, kann es den Anschein haben, dass hier eine Ruhephase eingetreten ist. Dem ist aber nicht so. Die Weiterführung der Arbeiten bei den Kunden erfolgt erst nach Durchführung von Arbeiten in der Betriebsstelle, um die Anfahrten beim Kunden zu minimieren und eine Prüfung der Funktionsfähigkeit der Leitung im Rahmen der Montagearbeiten auszuführen.

Auskunft über die Buchbarkeit seines Anschlusses:

Telekom:

enso: rb.bautzen@enso.de

Wie melde ich einen Schaden im Zusammenhang mit der Bauausführung?

Sollte an Ihrem Eigentum bei der Herstellung des Glasfaserhausanschlusses ein Schaden entstanden sein, bieten wir Ihnen nachfolgenden Service an.

Über unser Kontaktformular können Sie uns über die Auswahl "Schadensmeldung" Schäden oder Mängel, welche im Zusammenhang mit der Bauausführung zum Breitbandausbau entstanden sind und nicht mit der Baufirma vor Ort geklärt werden konnten, melden. Alternativ können Sie uns Ihre Schadensmeldung auch telefonisch übermitteln (03591 5251 - 61220). Bitte halten Sie für eine Antwort eine E-Mail-Adresse bereit.

Für Schäden im öffentlichen Bereich wenden Sie sich bitte an Ihre Gemeinde/ Stadt und melden dieser den Sachverhalt. Wir stehen hierbei auch für die Städte und Gemeinden als Ansprechpartner zur Verfügung.

Dieser Service eignet sich nicht für Gefahrensituationen. Eine mögliche Schadensregulierung erfolgt ausschließlich zwischen Verursacher und Geschädigten.

Was ist Cluster 10?

Im Rahmen der Umsetzung des Projektes Cluster 1-9 wurden Bereiche ermittelt, die bisher nicht in die Ausbauprojekte aufgenommen wurden und in denen die Versorgungsbandbreite von 30 Mbit/s nicht erreicht wird.

Hintergrund dafür ist, dass im laufenden Breitbandausbauprojekt nicht alle unterversorgten Adressen berücksichtigt werden konnten. Ursächlich hierfür sind Unschärfen in den Randbereichen, nicht-realisierte Eigenausbaumeldungen und Falschmeldungen der Telekommunikationsunternehmen sowie beim Kunden nicht erfüllte garantierte Bandbreiten. Das Cluster umfasst den gesamten Landkreis, wobei alle aktuellen Erschließungsprojekte (Cluster 1-9) ausgeblendet und alle anderen Anschlüsse erneut überprüft werden. Diese verbleibenden Bereiche wurden in einem neuen Markterkundungsverfahren (09/2019) im Hinblick auf die dort bestehende oder durch Telekommunikationsunternehmen in Aussicht gestellte Versorgungssituation überprüft. Die Auswertung der Meldungen hat ergeben, dass in zahlreichen Städten und Gemeinden noch unterversorgte und damit förderfähige Anschlüsse bestehen.

Förderrechtlich besteht hier die Möglichkeit, diese Bereiche zusammenzufassen und als neues Förderprojekt (Cluster 10) einzureichen.

Nach Bewilligung der Fördermittel für das Cluster 10 bedarf es einer Ausschreibung, um ein Telekommunikationsunternehmen zu ermitteln, welches den Ausbau realisiert. In Abhängigkeit vom Verlauf des Vergabeverfahrens ist mit einem Kreistagsbeschluss zur Beauftragung der Breitbanderschließung im Verlauf des Jahres 2020 zu rechnen.

Die Bauarbeiten bei uns im Ort sind abgeschlossen. Wann kommt das schnelle Internet?

Nach Abschluss der Bauarbeiten im Ort und dem Anschluss der Immobilie an das Glasfasernetz erfolgt die Bereitstellung des Glasfaseranschluss in der Regel schnell. Hierzu vereinbart der Netzanbieter einen Termin. Zu diesem Zeitpunkt sollten Sie einen geeigneten Router bereithalten. Über die erforderliche Spezifikation des Routers berät Sie der Netzanbieter.

Wie kommt die Glasfaser vom Keller/ Hausanschlussraum in meine Wohnräume?

Das Glasfaserkabel des Hausübergabepunktes im Keller/ Hausanschlussraum muss mit der Anschlussdose verbunden werden. Mit der Anschlussdose wird Ihr Router verbunden. Sie benötigen auch ein Glasfasermodem, das heute meist in der Anschlussdose integriert ist.

Wichtig zu wissen: Je näher das Glasfaserkabel bzw. die Anschlussdose, an Ihren Router gelangt, desto stärker ist die Übertragungsleistung. Daher empfehlen wir Ihnen, die Anschlussdose möglichst im Zentrum Ihrer Wohnräume oder – noch besser – in der Nähe der von Ihnen genutzten Endgeräte zu platzieren.

Planen Sie jetzt schon, wo Sie Ihre Anschlussdose platzieren möchten und informieren Sie sich über die Bedingungen des Netzbetreibers. In der Regel ist es sinnvoll die Leitungswege vorzubereiten. Hierzu können die Verlegung von Kabelkanälen eventuell erforderliche Wanddurchbrüche zählen.

Kann ich meine bisherigen Geräte bzw. die Verkabelung weiterverwenden?

Grundsätzlich kann bestehende Verkabelung genutzt werden. Allerdings gilt, je näher das Glasfaserkabel bzw. die Anschlussdose, an Ihren Router gelangt, desto stärker ist die Übertragungsleistung. Anschlussdose und Router sollten sich nach Möglichkeit in den Wohnräumen befinden.

Für den Einsatz an einem Glasfaseranschluss wird ein geeigneter Router benötigt. Informieren Sie sich bei Ihrem Netzanbieter, ob Sie ihren aktueller Router an ihrem neuen Anschluss nutzen können. Haben Sie bisher einen Universal-Anschluss genutzt, benötigen Sie möglicherweise einen ISDN-Adapter. Auch hierzu berät Sie Ihr Netzanbieter.

Muss ich für die Erstellung des Hausanschlusses zu Hause sein?

Ja, für die Erstellung des Hausanschlusses vereinbart das von der Telekom beauftragte Bauunternehmen einen Termin mit dem im Antrag genannten Ansprechpartner. Die Immobilie muss für die Anschlussherstellung zugänglich sein.

Kann ich bei meinem jetzigen Anbieter bleiben?

Jedes Telekommunikationsunternehmen hat den Anspruch auf Zugang zum neu geschaffenen Netz. Grundsätzlich kann dieses von allen Telekommunikationsunternehmen genutzt werden.

Somit können Sie bei ihrem Anbieter bleiben. Voraussetzung ist, dass ihr Anbieter einen Vertrag mit dem ausbauenden Unternehmen abschließt. Ob dies der Fall ist, erfragen Sie bitte bei Ihrem gewünschten Anbieter.

Was muss ich machen um einen schnelleren Anschluss zu bekommen?

Jeder der nach dem Ausbau von einem schnelleren Internetzugang profitieren möchte, muss einen entsprechenden Vertrag mit einem Telekommunikationsunternehmen schließen. Eine automatische Anpassung der Bandbreite gibt es nicht.

Solange Sie keinen Tarif- oder Anbieterwechsel vornehmen, bleibt alles wie gehabt.

Bei Buchung eines höherwertigen Tarifes bzw. Anbieterwechsels gelten dann die neuen Konditionen.

Bin ich an einen bestimmten Anbieter gebunden?

Die ausbauenden Unternehmen müssen aufgrund der Förderung einen offenen (diskriminierungsfreien) Zugang allen anderen Marktteilnehmern gewähren. Die TK-Unternehmen schließen für den Zugang entsprechende Verträge untereinander ab.

Damit ist eine freie Wahl des Telekommunikationsanbieters auch weiterhin möglich. Es besteht allerdings keine Versorgungspflicht eines bestimmten Telekommunikationsanbieters.

Werden die bisherigen Kabel auf Kupferbasis für den Glasfaserausbau weiter genutzt?

Nein. Die Netzbetreiber bauen grundsätzlich (abgesehen vom Ausbau in Bischofswerda) ein neues eigenständiges Glasfasernetz, das superschnelle Geschwindigkeiten verarbeiten kann. Bandbreiten über Kupfer sind endlich, abhängig von der Qualität des Kabels und der Länge zum nächsten Knotenpunkt. Über Glasfaser lassen sich auch lange Strecken nahezu verlustfrei mit hohen Bandbreiten versorgen.

In Bischofswerda erfolgt der Ausbau durch die ENSO. Hier wird über einen Technologiemix die Bereitstellung der Bandbreiten gemäß der förderrechtlichen Vorgaben realisiert.

Was passiert mit der alten Leitung?

Die alte bestehende Leitung muss nicht zurückgebaut werden, sondern kann an Ort und Stelle verbleiben. Sollten Sie keine hohen Bandbreiten benötigen, wird die Telefonie weiterhin über das bisherige Kupfernetz realisiert.

Muss ich einen Vertrag bei der Telekom buchen?

Nein. Im Rahmen des Projektes wird nur die Infrastruktur errichtet. Eine Produktbuchung ist dafür nicht notwendig. Sie können weiterhin das bestehende Kupferkabel und das bereits gebuchte Produkt ihres Telefon-/Internetanbieters nutzen. Erst wenn Sie tatsächlich höhere Bandbreiten nutzen wollen, benötigen Sie ein neues Produkt, dass Sie dann bei einem Anbieter ihrer Wahl buchen können.

Welche Kosten fallen an?

Der Breitbandausbau im Landkreis Bautzen wird durch den Bund und den Freistaat Sachsen gefördert. Die Förderung umfasst die komplette Zuleitung zum Haus inkl. der Errichtung eines Glasfaserübergabepunktes im Keller bzw. Hauswirtschaftsraum. In Mehrfamilienhäusern (ab drei Wohneinheiten) wird die Verteilung der Glasfaserleitung auf die entsprechenden Wohneinheiten im Haus wird durch die Telekom ohne Kostenbeteiligung des Eigentümers oder Anschlussnehmers realisiert. Somit entstehen für den Eigentümer für die Installation des Glasfasernetzes bis und im Haus keine Kosten. Auch wenn die Glasfaser im Haus installiert ist, kann weiter über das Kupferkabel telefoniert und gesurft werden.

Mein Haus liegt nicht im Ausbaugebiet und ich habe eine Versorgungsrate von unter 30 Mbit/s – warum werde ich beim Breitbandprojekt des Landkreises nicht berücksichtigt?

Hier sollten Sie zuerst prüfen, ob es in Ihrem Wohngebiet andere Telekommunikationsanbieter gibt, die entsprechende Verfügbarkeitsraten von über 30 Mbit/s anbieten. Ein weiterer Verhinderungsgrund könnte sein, dass ein Telekommunikationsunternehmen im Rahmen des Markterkundungsverfahrens eine Eigenausbaumeldung abgegeben hat und Ihr Wohngebiet bis 2019 eigenverantwortlich ohne Förderung mit mindestens 30 Mbit/s ausbaut.

Wo finde ich meinen Ort?

Im Auswahlfeld auf der Startseite können Sie Ihre Kommune durch Eingabe der Postleitzahl auswählen und werden automatisch in das dazugehörige Cluster verlinkt. Dort finden Sie dann eine Karte mit den Orten, die zu diesem Cluster gehören.

Wie erkenne ich, ob mein Ort ausgebaut wird?

Wenn Sie über die Startseite auf ihr Cluster geleitet wurden, sehen Sie eine Übersicht der Gemeinden des Clusters. Darauf sind blau unterlegte Bereiche, die Erschließungsgebiete, dargestellt. Alle in den farblich hinterlegten Bereichen befindlichen Gebäude werden im Rahmen des Projektes mit Breitbandinternet erschlossen.

Was bedeutet die Aufteilung des Landkreises in Cluster?

Für den Landkreis Bautzen wurde entschieden, diesen in neun Projekte (Cluster) zu unterteilen. Dies hat den Vorteil, dass sich die Projekte an den bestehenden ILE Gebietskulissen orientieren und somit bereits vorhandene Gemeinsamkeiten genutzt werden können. Des Weiteren konnte so das Fördervolumen optimiert werden.

Welche Bereiche im Landkreis werden ausgebaut?

In den Förderantrag wurden alle diejenigen Gebiete gebracht, die nach der Markterkundung über Bandbreiten von weniger als 30 Mbit/s verfügen und nicht eigenwirtschaftlich erschlossen werden. In der Marktkonsultation wurden zunächst alle Netzbetreiber befragt, ob die unterversorgten Gebiete innerhalb der nächsten drei Jahre eigenwirtschaftlich ausgebaut werden. Die Gebiete, die in den kommenden drei Jahren nicht eigenwirtschaftlich mit Bandbreiten von mindestens 30 Mbit/s im Download erschlossen werden, sind die sogenannten „weißen Flecken“. Diese „weißen Flecken“ werden nun zum Ausbau ausgeschrieben.

Welche Gebiete des Landkreises werden durch welchen Netzbetreiber ausgebaut?

Der Landkreis Bautzen wurde für die Breitbandfördermaßnahme in neun Bereiche, sogenannte Cluster, unterteilt (siehe Grafik auf der Seite Online-Karten). Für das Vergabeverfahren zur Erschließung der förderfähigen Ausbaugebiete wurden die 9 Cluster zusätzlich in Lose unterteilt.

Im Cluster 5 entspricht das Los 2 der Stadt Bischofswerda. Im Ergebnis des Vergabeverfahrens wird die ENSO NETZ GmbH dieses Cluster 5, Los 2, sprich die förderfähigen Ausbaugebiete der Stadt Bischofswerda erschließen. In allen verbleibenden Clustern und Losen wird die Telekom Deutschland GmbH die Erschließung vornehmen.

Wann bekomme ich schnelleres Internet?

Der Ausbau soll bis Ende 2020 abgeschlossen sein. Über den genauen Zeitpunkt der Verfügbarkeit werden Sie über diese Seite und/oder die Presse informiert.

Zur Förderung des Ausbaus von Breitbandinfrastrukturen im Landkreis Bautzen wurde ein so genanntes Vergabeverfahren durchgeführt. Was bedeutet das?

Öffentliche Auftraggeber sind bei Beschaffungsmaßnahmen an die Vorgaben des europäischen und nationalen Vergaberechts gebunden. Dementsprechend müssen sie ein förmliches Vergabeverfahren durchführen. Der Landkreis Bautzen sucht im Rahmen mehrerer europaweiter Ausschreibungsverfahren einen Netzbetreiber für die geplanten Breitbandinfrastrukturen in den 9 Clustern.

Was bedeutet ungeförderter Eigenausbau?

Im Rahmen eines Markterkundungsverfahrens wurden alle Netzbetreiber angefragt, ob Sie im Landkreis Bautzen Bandbreiten von mehr als 30 Mbit/s anbieten oder ob sie planen innerhalb der nächsten drei Jahre ohne Fördermittel auszubauen. Die hier nachgewiesenen Bereiche sind aus dem Förderprojekt herauszunehmen, da diese als versorgt im Sinne der Förderregularien einzustufen sind.

Was ist der Inhalt dieser Fördermaßnahme?

Durch die Bedarfs- und Verfügbarkeitsanalyse wurden die weißen NGA-Flecken im Landkreis Bautzen ermittelt und nachgewiesen. Sie sind mit Hilfe des Förderprojektes lückenlos zu erschließen. Dies wird über die Errichtung von Breitbandnetzen erreicht. Das Ziel des Vorhabens besteht in der flächendeckenden Versorgung (min. 50 Mbit/s) aller im Ausbaugebiet befindlichen Haushalte, Gewerbe und institutionellen Einrichtungen. Dieser Projektantrag zielt insbesondere auf die Verbesserung der Breitbandversorgung in den ländlichen Regionen des Landkreises ab. Sowohl den klein- und mittelständischen Betrieben, wie auch der Industrie soll eine zeitgemäße Internetversorgung (NGA-Netze) ermöglicht werden. Für die Bevölkerung soll generell die Breitbandversorgung verbessert und somit die Wohnqualität in der Region gesteigert werden.

Durch welche Förderprogramme kann der Breitbandausbau im Landkreis Bautzen realisiert werden?

Die Maßnahme zum geförderten Breitbandinternetausbau wird mit Unterstützung des Bundes und des Freistaates Sachsen im Rahmen des Förderprogrammes zur Unterstützung des Breitbandausbaus in der Bundesrepublik Deutschland des Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) sowie durch die Förderung des Ausbaus von Hochgeschwindigkeits-Breitbandnetzen und zur Ausstattung von touristisch relevanten öffentlichen Bereichen mit öffentlich zugänglichen Hot Spots/WLAN der Richtlinie Digitale Offensive Sachsen (RL DiOS) durchgeführt.

Erfahren Sie hier die Bedeutung der wichtigsten genannten Begriffe.
Ausbaugebiete

Die Gebiete, die nach Erhebung der IST-Versorgung mit weniger als 30 Mbit/s versorgt sind und nach Markterkundung in den kommenden drei Jahren nicht eigenwirtschaftlich mit Bandbreiten von mindestens 30 Mbit/s im Download von den Netzbetreibern erschlossen werden, sind die sogenannten „weißen Flecken“. Diese „weißen Flecken“ bilden die Ausbaugebiete, die im Zuge des Förderprojektes mit Breitbandinternet erschlossen werden.

Bedarfs- und Verfügbarkeitsanalyse

Die Bedarfs- und Verfügbarkeitsanalyse schließt die Erhebung der gegenwärtigen und künftigen Versorgungssituation, der technischen Zugangsmöglichkeiten sowie eine Studie zu Kosten und Effizienz einzelner Ausbauvarianten ein. Hierbei werden die unterschiedlichen Voraussetzungen sowie technische und förderrechtliche Vorgaben genau berücksichtigt.

Gestattungsvertrag

Der Gestattungsvertrag bzw. im vorliegenden Fall konkreter die Grundstückseigentümererklärung (GEE) ist ein Dokument im Zusammenhang mit der Gebäudeerschließung durch Telekommunikationsleitungen. Es ist eine Erklärung, mit der ein Grundstückseigentümer das Einverständnis für den Anschluss mit einer Telekommunikationsleitung, bspw. Koaxialkabel oder Glasfaserkabel erteilt.

Im Rahmen der geförderten Erschließung im Landkreis Bautzen wird es einen Zeitraum geben, in dem die Eigentümer um Einverständniserklärung gebeten werden. Wer innerhalb dieses Akquise-Zeitraumes sein Einverständnis erklärt, erhält gefördert einen kostenlosen Anschluss des Gebäudes. Für Eigentümer, welche zu einem späteren Zeitpunkt das Einverständnis erklären, wird der Gebäudeanschluss kostenpflichtig.

Hochbitratigen Breitbandangebote

Um hochbitratige Breitbandangebote, also Breitbandzugangsdienste mit höherer Leistung zu ermöglichen, ist der Auf- und Ausbau sogenannter NGA-Netze (Next Generation Access) erforderlich. Durch diese Zugangsnetze, die vollständig oder teilweise aus optischen Leitungen (Glasfaserkabel) bestehen, ist eine deutlich schnellere Breitbanddatenübertragung möglich.

Investitionskostenschätzung

Im Rahmen der Förderung von Breitbandinfrastrukturen in den 9 Clustern des Landkreises Bautzen erfolgte eine Investitionskostenschätzung. Grundsätzlich beschreiben die Investitionskosten die zu tätigenden Ausgaben beim Aufbau der geplanten Breitbandinfrastruktur. Die Kostenschätzung bezüglich dieser Anschaffung dient der Prognose der entstehenden Projektkosten für die 9 Cluster des Landkreises Bautzen. In die Kostenschätzung fließen die Ausgaben mit ein, die auf einen längeren Zeitraum ausgerichtet sind, wie z. B. notwendige Tiefbauarbeiten zur Verlegung der Breitbandinfrastruktur oder das benötigte Material (Leerrohre, Glasfaser etc.).

Markterkundung

Bei einer Markterkundung werden in den unterversorgten Gebieten alle potentiellen Netzbetreiber kontaktiert und befragt, ob die unterversorgten Gebiete innerhalb der nächsten drei Jahre eigenwirtschaftlich von den Netzbetreibern ausgebaut werden.

Marktkonsultation mit TK-Unternehmen

Die Einsichtnahme in den Infrastrukturatlas der Bundesnetzagentur und in den Breitbandatlas der Bundesregierung liefert erste Erkenntnisse zu im Analysegebiet vorhandenen Marktteilnehmern und deren bestehenden Infrastrukturen. Per Marktabfrage werden weitere alternative Netzbetreiber identifiziert und zur bestehenden Versorgung (Technologie, Qualität, Flächendeckung), zu vorhandenen Infrastrukturen und zu Kooperationspotentialen und Mitwirkungsmöglichkeiten innerhalb der Förderung befragt.

Mbit/s

Mbit/s (Mega Bit pro Sekunde) ist eine Einheit der Datenübertragung, die so genannte Datenübertragungsrate. Diese Einheit gibt an, wie viele Daten pro Sekunde verarbeitet werden. Damit lässt sich die Geschwindigkeit einer Internetverbindung beziffern.

NGA-Netze

NGA-Netze (Next Generation Access Network) sind eine Netzwerktechnologie, die herkömmliche leitungsgebundene Telekommunikationsnetze durch eine glasfaserbasierte Netzinfrastruktur ersetzt, aber dabei noch kompatibel zu älteren Technologien wie Kupfernetzen bleibt. NGA-Netze bestehen vollständig oder teilweise aus optischen Leitungen (Glasfaserkabel), dadurch ist eine deutlich schnellere Breitbanddatenübertragung möglich.

Telekommunikationsinfrastrukturen

Telekommunikationsinfrastrukturen beschreiben die physischen Elemente/Bestandteile (z .B. Rohre, Kabel, Masten, Schächte), die eine raumüberbrückende Kommunikation ermöglichen. Diese Infrastrukturen dienen der Übermittlung und dem Empfang von Signalen und Informationen mittels Telekommunikationsanlagen. Vor dem Hintergrund des Breitbandausbaus ist die Breitbandinfrastruktur das Mittel zur Erschließung privater und gewerblicher Anschlussnehmer mit einem Internetzugang mit (sehr) hohen Datenübertragungsraten.

Unterversorgter Haushalt

Alle Gebäude bzw. Adresspunkte innerhalb der in den Online-Karten dargestellten Ausbaugebiete sind Gegenstand der geplanten Erschließung (Ausnahmen davon bilden bspw. unbebaute Grundstücke, Gartenanlagen, Garagen, Ruinen, etc.). Dabei ist nicht die Darstellung als grüner Punkt in der Online-Karte ausschlaggebend. Entscheidend sind die Unterversorgung und die Lage innerhalb der definierten Ausbaugebiete.

Hier finden Sie wichtige Downloads zum Breitbandausbau in den neun Clustern des Landkreises Bautzen