Für die Verlegung der Glasfaser und mithin Erschließung des Gewerbegebietes Wachau musste in der Ortslage Wachau in der 37. KW die A4 durchquert werden. Hierbei kam das horizontale Spülbohrverfahren zur Anwendung. Dieses kommt überall dort zum Einsatz, wo der traditionelle Tiefbau an seine Grenzen stößt. Da oberirdische Arbeiten nahezu entfallen, kann das Horizontalspülbohrverfahren als sehr umweltschonend, wenn auch sehr aufwendig, bezeichnet werden.

Dabei bohrte die Horizontalspülbohranlage zwischen Start- und Zielgrube einen unterirdischen Kanal unter der Autobahn hindurch. Das Bohrgestänge besitzt einen geringeren Durchmesser als der Bohrkopf, so dass beim Bohren ein Ringraum entsteht, durch welchen das Bohrklein ausgespült werden kann. Das Bohrgestänge wird während des Bohrvorganges stückweise zusammengeschraubt. Beim Rückzug des Bohrgestänges können dann Lehrrohre eingezogen werden. Insgesamt wurden 3 HDPE Rohre eingezogen. Damit wurde auch schon an die Zukunft gedacht, da die Kapazitäten deutlich über der geforderten Materialdimensionierung des Bundes liegen. Die Bohrung hatte eine Länge von 110m in einer Tiefe von 4m.

Spülbohrverfahren

Die Besonderheit bei diesem Verfahren liegt in der Steuerung der Bohrung mittels steuerbarem Bohrkopf. Dieser ist seitlich abgeflacht und enthält einen Sender, der die zentimetergenaue Feststellung der dreidimensionalen Position sowie von Richtung, Neigung und Winkel des Bohrkopfes ermöglicht. Der Sender kann mit einem Ortungsgerät an der Erdoberfläche ermittelt werden, sodass die Position des Bohrkopfes jederzeit bestimmbar ist. Mit Hilfe des Senders kann der Bohrer in die gewünschte Stellung gebracht und so unterwegs die Bohrrichtung geändert und angepasst werden.