Das Trenching-Verfahren stellt eine neue Möglichkeit für die Herstellung von Trassen im Breitbandausbau dar.

Der Begriff Trenching beschreibt eine Vielzahl im Detail unterschiedlicher Verfahren zur Verlegung von Leerrohren oder erdverlegbaren Leitungen. Hierbei werden mittels einer Frästechnik schmale Gräben bzw. Schlitze in Böden, den Asphalt oder unter Gehwegplatten eingebracht. Diese Verlegemethode beansprucht nur wenig Platz und ermöglicht eine schnelle Fertigstellung von Leerohr- bzw. Kabeltrassen.

Die unterschiedlichen Trenching-Verfahren (Nano-, Micro-, Mini- und Macro-Trenching) unterscheiden sich hierbei in der Tiefe und Breite der realisierten Verlegefuge sowie in der verwendeten Schneide- bzw. Frästechnik.

Das gelöste Material wird entweder seitlich neben dem Graben mittels Verteilerschnecken abgelagert oder über einen Schlauch in den Saugbagger befördert und direkt abtransportiert.

Baustellenbesichtigung zum Trenchingverfahren in Demitz-Thumitz OT Stacha

Für eine Erläuterung zum Verfahren gegenüber den Genehmigungsbehörden nutzte die Telekom die Baustelle im Ortsteil Stacha. Eindrucksvoll arbeitete sich die Radfräse durch die Asphaltschicht und den Unterbau der Straße. Exakt 40 Zentimeter tief - um darunter liegende Leitungen nicht zu beschädigen - wühlten sich die Zähne aus abriebfestem Stahl ins Gestein. Dann setzte sich das Fahrzeug, an dem die Grabenfräse befestigt war, in Bewegung und zog einen schnurgeraden und 10 Zentimeter breiten Schlitz in die Straße. Nach Aussagen des Bauunternehmens können bis zu 300 Meter am Tag gefräst werden. Die Beschaffenheit des Bodens unter der Straße bestimmt Geschwindigkeit und Lautstärke.

Trenching Stacha
Trenching Stacha
Trenching Stacha
Trenching Stacha

Es zeigte sich deutlich, dass der Prozess vom Fräsen übers Verlegen der Kabel bis zum Verfüllen der Gräben vor allem auf engen Straßen effektiv beschleunigt wird. Denn das bei den Fräsarbeiten entstehende Material wird über einen Schlauch in den Saugbagger befördert und kann direkt abtransportiert werden. Es liegt praktisch kein Bauschutt auf der Straße, wodurch mehrere Arbeitsgänge gespart werden. Nach dem Verlegen des Leerrohres, in dem sich mehrere Plasteröhrchen für die Glasfaserkabel befinden, wird der Graben mit einem sogenannten Flüssigboden aufgefüllt und mit einer Asphaltschicht verschlossen, wie auch bei der klassischen offenen Tiefbauweise.