FAQ - Häufige gestellte Fragen

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In den FAQs (englisch: Frequently Asked Questions) finden Sie die Antworten auf häufig gestellte Fragen.
Durch welche Förderprogramme kann der Breitbandausbau im Landkreis Bautzen realisiert werden?

Die Maßnahme zum geförderten Breitbandinternetausbau wird mit Unterstützung des Bundes und des Freistaates Sachsen im Rahmen des Förderprogrammes zur Unterstützung des Breitbandausbaus in der Bundesrepublik Deutschland des Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) sowie durch die Förderung des Ausbaus von Hochgeschwindigkeits-Breitbandnetzen und zur Ausstattung von touristisch relevanten öffentlichen Bereichen mit öffentlich zugänglichen Hot Spots/WLAN der Richtlinie Digitale Offensive Sachsen (RL DiOS) durchgeführt.

Mein Haus liegt nicht im Ausbaugebiet und ich habe eine Versorgungsrate von unter 30 Mbit/s – warum werde ich beim Breitbandprojekt des Landkreises nicht berücksichtigt?

Hier sollten Sie zuerst prüfen, ob es in Ihrem Wohngebiet andere Telekommunikationsanbieter gibt, die entsprechende Verfügbarkeitsraten von über 30 Mbit/s anbieten. Ein weiterer Verhinderungsgrund könnte sein, dass ein Telekommunikationsunternehmen im Rahmen des Markterkundungsverfahrens eine Eigenausbaumeldung abgegeben hat und Ihr Wohngebiet bis 2019 eigenverantwortlich ohne Förderung mit mindestens 30 Mbit/s ausbaut.

Wann bekomme ich schnelleres Internet?

Der Ausbau soll bis Ende 2020 abgeschlossen sein. Über den genauen Zeitpunkt der Verfügbarkeit werden Sie über diese Seite und/oder die Presse informiert.

Was bedeutet die Aufteilung des Landkreises in Cluster?

Für den Landkreis Bautzen wurde entschieden, diesen in neun Projekte (Cluster) zu unterteilen. Dies hat den Vorteil, dass sich die Projekte an den bestehenden ILE Gebietskulissen orientieren und somit bereits vorhandene Gemeinsamkeiten genutzt werden können. Des Weiteren konnte so das Fördervolumen optimiert werden.

Was bedeutet ungeförderter Eigenausbau?

Im Rahmen eines Markterkundungsverfahrens wurden alle Netzbetreiber angefragt, ob Sie im Landkreis Bautzen Bandbreiten von mehr als 30 Mbit/s anbieten oder ob sie planen innerhalb der nächsten drei Jahre ohne Fördermittel auszubauen. Die hier nachgewiesenen Bereiche sind aus dem Förderprojekt herauszunehmen, da diese als versorgt im Sinne der Förderregularien einzustufen sind.

Was ist der Inhalt dieser Fördermaßnahme?

Durch die Bedarfs- und Verfügbarkeitsanalyse wurden die weißen NGA-Flecken im Landkreis Bautzen ermittelt und nachgewiesen. Sie sind mit Hilfe des Förderprojektes lückenlos zu erschließen. Dies wird über die Errichtung von Breitbandnetzen erreicht. Das Ziel des Vorhabens besteht in der flächendeckenden Versorgung (min. 50 Mbit/s) aller im Ausbaugebiet befindlichen Haushalte, Gewerbe und institutionellen Einrichtungen. Dieser Projektantrag zielt insbesondere auf die Verbesserung der Breitbandversorgung in den ländlichen Regionen des Landkreises ab. Sowohl den klein- und mittelständischen Betrieben, wie auch der Industrie soll eine zeitgemäße Internetversorgung (NGA-Netze) ermöglicht werden. Für die Bevölkerung soll generell die Breitbandversorgung verbessert und somit die Wohnqualität in der Region gesteigert werden.

Welche Bereiche im Landkreis werden ausgebaut?

In den Förderantrag wurden alle diejenigen Gebiete gebracht, die nach der Markterkundung über Bandbreiten von weniger als 30 Mbit/s verfügen und nicht eigenwirtschaftlich erschlossen werden. In der Marktkonsultation wurden zunächst alle Netzbetreiber befragt, ob die unterversorgten Gebiete innerhalb der nächsten drei Jahre eigenwirtschaftlich ausgebaut werden. Die Gebiete, die in den kommenden drei Jahren nicht eigenwirtschaftlich mit Bandbreiten von mindestens 30 Mbit/s im Download erschlossen werden, sind die sogenannten „weißen Flecken“. Diese „weißen Flecken“ werden nun zum Ausbau ausgeschrieben.

Welche Gebiete des Landkreises werden durch welchen Netzbetreiber ausgebaut?

Der Landkreis Bautzen wurde für die Breitbandfördermaßnahme in neun Bereiche, sogenannte Cluster, unterteilt (siehe Grafik auf der Seite Online-Karten). Für das Vergabeverfahren zur Erschließung der förderfähigen Ausbaugebiete wurden die 9 Cluster zusätzlich in Lose unterteilt.

Im Cluster 5 entspricht das Los 2 der Stadt Bischofswerda. Im Ergebnis des Vergabeverfahrens wird die ENSO NETZ GmbH dieses Cluster 5, Los 2, sprich die förderfähigen Ausbaugebiete der Stadt Bischofswerda erschließen. In allen verbleibenden Clustern und Losen wird die Telekom Deutschland GmbH die Erschließung vornehmen.

Wie erkenne ich, ob mein Ort ausgebaut wird?

Wenn Sie über die Startseite auf ihr Cluster geleitet wurden, sehen Sie eine Übersicht der Gemeinden des Clusters. Darauf sind blau unterlegte Bereiche, die Erschließungsgebiete, dargestellt. Alle in den farblich hinterlegten Bereichen befindlichen Gebäude werden im Rahmen des Projektes mit Breitbandinternet erschlossen. In der Karte sind außerdem grüne Gebäudepunkte eingeblendet. Diese grünen Punkte dienen nur als Orientierung. Auch wenn Ihr Gebäude keinen grünen Punkt besitzt, aber im blau unterlegten Erschließungsgebiet liegt, wird es im Rahmen des Breitbandprojektes berücksichtigt und erschlossen.

Wie ist der Zeitplan für das Ausschreibungsverfahren?

Am 25.04.2017 erfolgte die Bekanntmachung des Teilnahmewettbewerbes, Schlusstermin für die Einreichung der Bewerbungen ist der 29.05.2017. Das vollständige, erste Angebot ist voraussichtlich bis Mitte Juli einzusenden oder abzugeben.

Wo finde ich meinen Ort?

Im Auswahlfeld auf der Startseite können Sie Ihre Kommune durch Eingabe der Postleitzahl auswählen und werden automatisch in das dazugehörige Cluster verlinkt. Dort finden Sie dann eine Karte mit den Orten, die zu diesem Cluster gehören.

Zur Förderung des Ausbaus von Breitbandinfrastrukturen im Landkreis Bautzen wird ein so genanntes Vergabeverfahren eröffnet. Was bedeutet das?

Öffentliche Auftraggeber sind bei Beschaffungsmaßnahmen an die Vorgaben des europäischen und nationalen Vergaberechts gebunden. Dementsprechend müssen sie ein förmliches Vergabeverfahren durchführen. Der Landkreis Bautzen sucht im Rahmen mehrerer europaweiter Ausschreibungsverfahren einen Netzbetreiber für die geplanten Breitbandinfrastrukturen in den 9 Clustern.

Erfahren Sie hier die Bedeutung der wichtigsten genannten Begriffe.
Ausbaugebiete

Die Gebiete, die nach Erhebung der IST-Versorgung mit weniger als 30 Mbit/s versorgt sind und nach Markterkundung in den kommenden drei Jahren nicht eigenwirtschaftlich mit Bandbreiten von mindestens 30 Mbit/s im Download von den Netzbetreibern erschlossen werden, sind die sogenannten „weißen Flecken“. Diese „weißen Flecken“ bilden die Ausbaugebiete, die im Zuge des Förderprojektes mit Breitbandinternet erschlossen werden.

Bedarfs- und Verfügbarkeitsanalyse

Die Bedarfs- und Verfügbarkeitsanalyse schließt die Erhebung der gegenwärtigen und künftigen Versorgungssituation, der technischen Zugangsmöglichkeiten sowie eine Studie zu Kosten und Effizienz einzelner Ausbauvarianten ein. Hierbei werden die unterschiedlichen Voraussetzungen sowie technische und förderrechtliche Vorgaben genau berücksichtigt.

Gestattungsvertrag

Der Gestattungsvertrag bzw. im vorliegenden Fall konkreter die Grundstückseigentümererklärung (GEE) ist ein Dokument im Zusammenhang mit der Gebäudeerschließung durch Telekommunikationsleitungen. Es ist eine Erklärung, mit der ein Grundstückseigentümer das Einverständnis für den Anschluss mit einer Telekommunikationsleitung, bspw. Koaxialkabel oder Glasfaserkabel erteilt.

Im Rahmen der geförderten Erschließung im Landkreis Bautzen wird es einen Zeitraum geben, in dem die Eigentümer um Einverständniserklärung gebeten werden. Wer innerhalb dieses Akquise-Zeitraumes sein Einverständnis erklärt, erhält gefördert einen kostenlosen Anschluss des Gebäudes. Für Eigentümer, welche zu einem späteren Zeitpunkt das Einverständnis erklären, wird der Gebäudeanschluss kostenpflichtig.

Hochbitratigen Breitbandangebote

Um hochbitratige Breitbandangebote, also Breitbandzugangsdienste mit höherer Leistung zu ermöglichen, ist der Auf- und Ausbau sogenannter NGA-Netze (Next Generation Access) erforderlich. Durch diese Zugangsnetze, die vollständig oder teilweise aus optischen Leitungen (Glasfaserkabel) bestehen, ist eine deutlich schnellere Breitbanddatenübertragung möglich.

Investitionskostenschätzung

Im Rahmen der Förderung von Breitbandinfrastrukturen in den 9 Clustern des Landkreises Bautzen erfolgte eine Investitionskostenschätzung. Grundsätzlich beschreiben die Investitionskosten die zu tätigenden Ausgaben beim Aufbau der geplanten Breitbandinfrastruktur. Die Kostenschätzung bezüglich dieser Anschaffung dient der Prognose der entstehenden Projektkosten für die 9 Cluster des Landkreises Bautzen. In die Kostenschätzung fließen die Ausgaben mit ein, die auf einen längeren Zeitraum ausgerichtet sind, wie z. B. notwendige Tiefbauarbeiten zur Verlegung der Breitbandinfrastruktur oder das benötigte Material (Leerrohre, Glasfaser etc.).

Markterkundung

Bei einer Markterkundung werden in den unterversorgten Gebieten alle potentiellen Netzbetreiber kontaktiert und befragt, ob die unterversorgten Gebiete innerhalb der nächsten drei Jahre eigenwirtschaftlich von den Netzbetreibern ausgebaut werden.

Marktkonsultation mit TK-Unternehmen

Die Einsichtnahme in den Infrastrukturatlas der Bundesnetzagentur und in den Breitbandatlas der Bundesregierung liefert erste Erkenntnisse zu im Analysegebiet vorhandenen Marktteilnehmern und deren bestehenden Infrastrukturen. Per Marktabfrage werden weitere alternative Netzbetreiber identifiziert und zur bestehenden Versorgung (Technologie, Qualität, Flächendeckung), zu vorhandenen Infrastrukturen und zu Kooperationspotentialen und Mitwirkungsmöglichkeiten innerhalb der Förderung befragt.

Mbit/s

Mbit/s (Mega Bit pro Sekunde) ist eine Einheit der Datenübertragung, die so genannte Datenübertragungsrate. Diese Einheit gibt an, wie viele Daten pro Sekunde verarbeitet werden. Damit lässt sich die Geschwindigkeit einer Internetverbindung beziffern.

NGA-Netze

NGA-Netze (Next Generation Access Network) sind eine Netzwerktechnologie, die herkömmliche leitungsgebundene Telekommunikationsnetze durch eine glasfaserbasierte Netzinfrastruktur ersetzt, aber dabei noch kompatibel zu älteren Technologien wie Kupfernetzen bleibt. NGA-Netze bestehen vollständig oder teilweise aus optischen Leitungen (Glasfaserkabel), dadurch ist eine deutlich schnellere Breitbanddatenübertragung möglich.

Telekommunikationsinfrastrukturen

Telekommunikationsinfrastrukturen beschreiben die physischen Elemente/Bestandteile (z .B. Rohre, Kabel, Masten, Schächte), die eine raumüberbrückende Kommunikation ermöglichen. Diese Infrastrukturen dienen der Übermittlung und dem Empfang von Signalen und Informationen mittels Telekommunikationsanlagen. Vor dem Hintergrund des Breitbandausbaus ist die Breitbandinfrastruktur das Mittel zur Erschließung privater und gewerblicher Anschlussnehmer mit einem Internetzugang mit (sehr) hohen Datenübertragungsraten.

Unterversorgter Haushalt

Alle Gebäude bzw. Adresspunkte innerhalb der in den Online-Karten dargestellten Ausbaugebiete sind Gegenstand der geplanten Erschließung (Ausnahmen davon bilden bspw. unbebaute Grundstücke, Gartenanlagen, Garagen, Ruinen, etc.). Dabei ist nicht die Darstellung als grüner Punkt in der Online-Karte ausschlaggebend. Entscheidend sind die Unterversorgung und die Lage innerhalb der definierten Ausbaugebiete.

Hier finden Sie wichtige Downloads zum Breitbandausbau in den neun Clustern des Landkreises Bautzen